BaFin Informationsregister 2026: Neue Hilfestellungen und wichtige Hinweise zum Einreichungsprozess 

Die Einreichung des Informationsregisters bleibt auch 2026 ein zentraler Bestandteil der regulatorischen Anforderungen im Kontext von DORA und Auslagerungsmanagement. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im Rahmen eines Webcasts wichtige Hinweise zum Einreichungsprozess und zur Verbesserung der Datenqualität gegeben. 

Für Institute lohnt sich ein genauer Blick auf die Neuerungen – insbesondere auf die Unterstützung bei der Fehleranalyse. 

Einreichungsprozess 2026 – das bleibt gleich 

Eine wichtige Nachricht für alle meldepflichtigen Institute: 
Die europäische Bankenaufsicht (EBA) hat keine Änderungen am Datenmodell oder an der Dateistruktur vorgenommen. 

Das bedeutet: 

  • bestehende Templates bleiben gültig 

  • etablierte technische Prozesse können weiter genutzt werden 

  • Anpassungen sind primär auf organisatorischer Ebene notwendig 

Dennoch zeigt die Erfahrung aus den bisherigen Einreichungen, dass Datenqualität weiterhin eine große Herausforderung darstellt. 

Typische Fehler im Informationsregister 

Im Rahmen des Webcasts wurden mehrere typische Fehlerquellen hervorgehoben, die regelmäßig zu Rückmeldungen im Einreichungsprozess führen. 

Dazu gehören unter anderem: 

  • falsche oder unvollständige Identifikationscodes von Drittanbietern 

  • Verwendung zusätzlicher Zeichen oder falscher Formate 

  • Inkonsistenzen zwischen gemeldeten Unternehmensstrukturen 

  • fehlerhafte Zuordnung von Drittparteien 

Solche Fehler können dazu führen, dass Einreichungen korrigiert oder erneut übermittelt werden müssen. 

Neue Unterstützung der BaFin bei der Fehleranalyse 

Eine wichtige Neuerung für 2026 ist eine zusätzliche Unterstützung bei der Fehlerbehebung

Während der Einreichungsperiode kann die BaFin eine Excel-Datei mit einer grafischen Übersicht der Fehlermeldungen bereitstellen. 

Diese Übersicht: 

  • benennt konkret betroffene Datenpunkte 

  • erleichtert die Lokalisierung fehlerhafter Angaben 

  • beschleunigt den Korrekturprozess 

Gerade bei umfangreichen Informationsregistern kann diese Hilfestellung die Analyse deutlich vereinfachen. 

Zeitlicher Rahmen der Einreichung 

Die Einreichungsphase für das Informationsregister 2026 beginnt im März. 

Wichtige Eckpunkte: 

  • Start der Einreichungsperiode: 09.März 2026 

  • Fristende: 30 März 2026 

  • Rückmeldungen und Korrekturen: bis Anfang April möglich  

Institute sollten ausreichend Zeit für Validierung und mögliche Korrekturen einplanen. 

Fazit: Datenqualität bleibt der entscheidende Faktor 

Auch ohne Änderungen am Datenmodell bleibt die Qualität der gemeldeten Informationen der wichtigste Erfolgsfaktor für eine reibungslose Einreichung. 

Institute sollten daher frühzeitig: 

  • ihre Datenstrukturen prüfen 

  • die Vollständigkeit der Drittanbieterinformationen sicherstellen 

  • interne Validierungsprozesse durchführen 

Die neuen Unterstützungsangebote der BaFin können dabei helfen, Fehler schneller zu identifizieren und zu beheben. 

Weiter
Weiter

DORA-Umsetzung – Herausforderung: Abgrenzung kritischer Funktionen